Geschlecht: Männlich
Geboren am: 28.11.2018
Rasse: Mischling
Im Tierheim seit: 24.04.2020

  • verschmust und anhänglich
  • sportlich
  • Hundeerfahrung notwendig
  • verträglich mit anderen Hunden
  • sehr gut erzogen
  • keine Kinder
  • gut im Auto
  • sehr sensibel

Benni ist dem Tod noch mal von der Schüppe gesprungen, denn er wurde zum Einschläfern zum Tierarzt gebracht, weil er unbegründet die Söhne gebissen haben soll (11 und 13 Jahre). Benni kommt ursprünglich aus Griechenland und wurde dort als Welpe ausgesetzt. Er wurde dann schnell nach Deutschland in die Familie vermittelt, welche auch sehr viel mit ihm unternommen hat und ihn sehr gut erzogen hat. Wie es zu diesem Vorfall kam, kann keiner sagen, da Benni mit den beiden Jungs alleine im Garten war, doch für die Eltern stand leider der Entschluss fest, dass nur eine Einschläferung in Frage kommt. Da aber kein Tierarzt einen gesunden Hund so ohne weiteres einschläfern darf, wurde er direkt von der Tierarztpraxis eingesackt und zu ins Tierheim gebracht. Vielen Dank für die tolle Reaktion von dieser Tierarztpraxis!

Benni zeigte sich anfangs bei uns als sehr freundlich und anhänglich, nur etwas zurückhaltend und unsicher, aber ein Umzug in ein Tierheim ist für viele Hunde erst einmal ein Schock. Mit anderen Hunden ist Benni sehr verträglich, egal ob Rüde oder Hündin und egal welche Größe, da passt er sich ganz toll an. Nur bei unkastrierten Rüden muss man schauen, wie viel Testosteron in der Luft liegt.

Nach einiger Zeit im Tierheim wurde Benni jedoch alles zu viel und das machte er sehr deutlich. Dinge wie das Anlegen eines Geschirrs im Zwinger waren nicht mehr möglich, da wurde ihm die Luft einfach zu dünn. Dabei verhält er sich sehr korrekt, weicht aus, warnt durch Knurren und ähnliches. Wenn man diese Warnsignale nicht ernst nimmt, würde Benni definitiv auch schnappen oder beißen.

Benni ist offensichtlich ein sehr sensibler Hund, welcher sich schnell bedrängt fühlt und welcher seinem Unbehagen dann auch Luft macht. Hier sind Menschen mit viel Fingerspitzengefühl und Geduld gefragt.

Seine Familie war mit ihm in der Hundeschule und er kann auch einige Tricks wie “Gib mir fünf”, “Rolle”, “Rechte Pfote”, “Linke Pfote” und auch Agility wurde mit ihm gemacht. Er fährt brav im Auto in einer Hundebox mit, läuft gut am Fahrrad, bleibt brav alleine und hat schon seine ersten Erfahrungen in der Fährtensuche gesammelt und meldet erfolgreich Gegenstände durch hinlegen. Hierbei hat er sehr viel Spaß und etwas in Richtung Fährtensuche, Mantrailing oder Rettungshundestaffel wäre genau das was er braucht und liebt. Benni reagiert sehr gut auf Handzeichen und reagiert beim Kommando “Stop” sofort mit anhalten und sich hinsetzen und auch apportieren macht er mit Bravour. Leider frisst er alles was ihm vor die Nase kommt, da macht er z.B. auch vor einem Angelhaken kein Halt, dass muss man etwas im Blick haben.

Eigentlich ist Benni ein Traumhund für sportliche, erfahrene und einfühlsame Menschen, die einen Hund gerne mit Hundesport auslasten möchten. Doch weder der Vorfall mit den Kindern noch das Verhalten, welches er zeigt bei von ihm als Bedrängung oder Überforderung empfundenen Dingen dürfen vergessen werden. Wir wissen nicht wie doll die Verletzungen waren oder was eventuell schon vorher zwischen den Jungs und Benni vorgefallen ist, da können wir nur spekulieren. Aufgrund des Vorfalls möchten wir ihn aber nicht zu Kindern vermitteln und die neuen Besitzer müssen eine gute Portion Hundeerfahrungen mitbringen.